natürlich lebendig

Jahresrückblick 2023: Mit dem inneren Kompass Richtung Heimathafen

Üblicherweise arbeite ich im Wald und verbringe gerne Urlaube in den Bergen. Da wäre die Metapher einer Wanderung als Jahresrückblick naheliegend. Allerdings hatte ich bei der Reflexion meines Jahres spontan das Bild einer Reise auf hoher See vor Augen. Es gab einige Turbulenzen und ich hatte die ersten Monate das Gefühl, den Kurs nicht klar zu sehen oder mich zu verfahren. Dann öffnete sich aber nach und nach die Sicht und ich fand einen tiefen Zugang zu meinem eigenen Kompass. Mein Coaching Versprechen – jeder Mensch trägt einen inneren Kompass zur Orientierung in sich – durfte ich also selbst eindrücklich erleben.

In diesem Jahresrückblick nehme ich dich mit auf meine Reise durch Nebel, tosende Wellen, zu den vielen schönen Destinationen mit wertvollen Erfahrungen, meinen „ersten Malen“ und zur Einfahrt in den Heimathafen, in dem ich gerade Einkehr halte und Bekanntes mit neuem Blick bestaune.

Meine persönliche Reise durch 2023 oder manchmal muss man erst wegfahren um wieder anzukommen

Im Nebel

Die ersten Monate des Jahres waren geprägt von Unsicherheit und Herausforderungen. Sowohl in beruflicher als auch privater Hinsicht fühlte sich vieles mühevoll an. Nach einigen Errungenschaften und Erfolgen im Startjahr 2022 wollte sich zu Beginn 2023 keine Euphorie einstellen. Ich sagte Führungs- und Kommunikationstrainings für Unternehmen zu, da sie mir finanzielle Sicherheit versprachen. Aber zu Beginn fiel es mir schwer, mich wieder damit zu identifizieren, da es mich zu sehr an meine Beschäftigungsjahre im Personalbereich erinnerte.

Mit Kunden mit AVGS Gutscheinen der Arbeitsagentur konnte ich weitere tolle Erfahrungen mit Naturcoachings sammeln. Dennoch bedurfte es einem hohen Zeitaufwand, der mich davon abhielt Dinge Online umzusetzen, von denen ich überzeugt bin, dass sie langfristig wirken.

Am schwierigsten empfand ich allerdings, dass mir lange die Verbindung meiner Tätigkeiten und Konzeptideen zueinander fehlte. Berufliche Neuorientierung, Resilienz, Stressprävention durch Achtsamkeit, Führung, Kommunikation… Wofür stehe ich wirklich? Was macht meine Angebote aus? Wo ist die Schnittmenge? In meinem Kopf herrschte Nebel.

So ähnlich wie dieser Weg im Winter oberhalb Bad Dürkheims sahen meine Gedanken zum Zusammenspiel meiner Tätigkeiten in den ersten Monaten des Jahres aus.

In den Monaten März und April stellte mich dann mein privates Leben auf eine harte Probe. Zunächst begleitete ich meine größere Tochter durch eine schwierige Phase, die mit vielen Auseinandersetzungen einherging. Dann stürzte meine kleine Tochter gleich zweimal innerhalb eines Monats unglücklich auf die Zähne. Beide Male führte uns der Weg direkt in die Kieferchirurgie mit OPs unter Vollnarkose. Am Ende ging alles gut aus und die Zähne konnten gerettet werden. Doch wartend auf das Ende der ersten OP im Krankenhaus erlebte ich Flashbacks zu der Zeit, in der mein Vater dort lag und nach zwei Wochen Bangen den Folgen seines Herzinfarkts erlegen war.

Die eigentlich kurzen Stunden des Wartens bis sie wieder in den Aufwachraum geschoben wurde, fühlten sich an wie Ewigkeiten. Ein Gedanke, der mir auch durch den Kopf ging, war, ob ich meine Ambitionen der Selbstständigkeit nicht auf Eis legen sollte. Denn ich habe keine Sicherheiten wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Kind-krank-Tage.

Glücklicherweise ging es ihr sehr schnell besser. Und ich stelle immer mehr fest, wie froh und dankbar ich bin, dass ich meinen Kindern vorleben kann, dass ein Job nicht nur dafür da ist, Geld zu verdienen, sondern eine erfüllende Tätigkeit sein kann. Mehr dazu kannst du nachlesen in meinem im Mai entstandenen sehr persönlichen Blog-Artikel „Was ich als Mutter, Coach und Mentorin bewirken möchte„.

In diesem Urlaub in Andalusien entstand einer meiner persönlichsten Blog-Artikel

Klare Botschaften entstehen durch Schreibflow-Begleitung

Ein Ziel, das ich mir für das Jahr gesetzt hatte, war mich im Online-Auftritt stärker zu positionieren und klarer zu kommunizieren. Denn Menschen nehmen sich nur wenige Sekunden Zeit, um auf einer Website zu erkennen, ob sie dort „richtig“ sind, d.h. ob ihr Problem gelöst werden kann. (Du erkennst jetzt vielleicht mein oben beschriebenes Dilemma der verschiedenen Tätigkeiten).

Zum Glück gelang es mir, mich bei der Anpassung meines Online-Auftritts immer wieder auf die Worte meiner Mentorin Maria Bonilha zu besinnen, die fast schon Mantra-artig wiederholte: Alles zeigt sich zur richtigen Zeit, du musst nur vertrauen und darfst dich nicht so viel im Außen vergleichen.

Ihr Programm startete erst einmal mit viel Eigenarbeit in Form von schreibender Selbstreflexion. Ich machte viele erste Schritte, die zunächst nicht sichtbar waren. Was ist meine Vision? Mit welcher Mission möchte ich im Außen wirken? Was ist meine Essenz? Was macht mich als Person in der Zusammenarbeit aus?

Nach und nach zeigte sich, was eigentlich schon da war und es durfte in Worte fließen. Ich schrieb eine völlig neue Über-Mich Seite, meine erste Landingpage (Verkaufsseite) für ein Coaching-Paket zur beruflichen Neuorientierung und dann fiel mir plötzlich der Schritt zur klaren Kommunikation auf der Startseite leicht.

Es fühlte sich so lebendig und frei an. Mit voller Überzeugung verstecke ich meine Website nicht mehr hinter einem namentlichen Pseudonym (silvamata), sondern änderte meine URL auf meinen persönlichen Namen und tauschte Naturbilder mit Bildern von mir selbst aus.

Menschen kaufen Coaching-Dienstleistungen bei Menschen, zu denen sie eine Verbindung spüren. Das funktioniert nicht mit austauschbaren Texten, die auch auf unzähligen anderen Websites stehen könnten. Punkt.

Mit Marias wunderbarer Schreib-Flow Begleitung erschrieb ich mir außerdem viel Klarheit zu persönlichen Themen, löste emotionale Blockaden und alte Glaubenssätze. Nach wie vor trainiere ich durch das Schreiben mein positives Denken, z.B. eines Tagebuchs am Morgen oder Abend.

Mit dem inneren Kompass auf Kurs

Spätestens seit Erleben meiner Selbstwirksamkeit in der weiteren Umsetzung im Sommer/Herbst spüre ich es auch im Tun noch deutlicher: Es ist das wer ich bin und die Art und Weise wie ich Dinge angehe, was alles zusammenführt und in all meinen Angeboten erlebbar wird.

Ich konzipiere Unternehmenstrainings, die all mein praktisches Wissen, meine beruflichen Erfahrungen in Unternehmen, meine Erfahrungen als Coach, meine umfangreichen Methoden und Didaktik-Kenntnissen vereinen. Mit dem Mut Aspekte der Achtsamkeit, angeleitete Meditationen, Köperempfindungen und Emotionen einzubeziehen. Vor allem wähle ich Aufträge aus, wenn ich überzeugt davon bin, dass die Auftraggeber wirklich dahinter stehen. Dass die Teilnehmenden freiwillig kommen, und es nicht darum geht Mitarbeitende „noch leistungsfähiger“ zu machen, sondern sie zu unterstützen ihren Weg der persönlichen Entwicklung zu gehen.

Ich biete Gruppenangebote im Wald (Mini-Retreats) nicht nur als reine Achtsamkeitskurse an, sondern gepaart mit Coaching-Impulsen, die zur Selbstreflexion anregen und nachhaltig in den persönlichen Alltag wirken können.

Ich schreibe Newsletter gerne seit sie einen Namen haben zu dem ich eine Verbindung habe (Sinn-Blitze) und ich den Fokus auf die Verbindung zu meinen Leser:innen lege.

Ich erlaube mir auch kurze Blogartikel zu schreiben, die keine Expertenartikel sind, sondern ähnlich wie meine Sinn-Blitze inspiriert sind von Gedanken, die mir in der Natur oder im Alltag kommen (z.B. Die Geschichte zweier Sandkörner, Durchwachsen, Welcher Grünton passt zu dir).

Ausprobieren, anpassen, weiterführen, verwerfen, all das darf in 2024 möglich sein.

Mein innerer Kompass wird mir den Weg zeigen.

Unsere Schulentscheidung folgt meiner Mission „Natürlich Lebendig“

Ein besonderer Moment in 2023: Wir setzen uns in die zweite Reihe des Vortrags zur Infoveranstaltung der Montessori Schule im Nachbarort. Der Vortrag zieht mich in den Bann. Es wird von den Ansätzen von Jesper Juul und Gerald Hüther gesprochen, die ich beide sehr schätze. Es wird von geförderten Kompetenzen berichtet, die ich für absolut zukunftsweisend halte. Vor allem aber dürfen die Kinder selbstbestimmt lernen und ihren Bewegungs- und Entwicklungsimpulsen wird Raum gegeben. Nach dem Vortrag finden wir unsere Kinder barfuß mit strahlenden Augen in einem der Gruppenräume der Schule vor. Bei der anschließenden Zirkusaufführung der aktuellen Schüler:innen zieht mich die Selbstverständlichkeit und die Präsenz der Kinder in ihren Bann, mit der sie ihre kleinen Kunststücke aufführen. Nach der Aufführung sagt meine Tochter: „Mama, ich musste ein bisschen weinen, aber nicht, weil ich traurig war, sondern weil es so schön war“.

Die folgenden Eltern- und Kind- Hospitationen im Unterricht, die Gespräche mit der Schulleitung und den Pädagogen und der besuchte Bambini-Kurs für Vorschüler überzeugten uns nachhaltig. Wir freuen uns nun über die Zusage für einen Schulplatz ab 2024 und die Vertragsunterzeichnung kurz vor Weihnachten.

Wegweiser zur Montessori Schule

Besondere Destinationen, leuchtende Erfahrungen und erste Male

Neben den bereits beschriebenen Erfahrungen gab es noch viele weitere schöne Erlebnisse, erfüllte Wünsche und „erste Male“, die ganz nebenbei zu einigen Haken ✔️ auf meiner Löffelliste führten:

Im ersten Quartal schloss ich das letzte Modul der Weiterbildung bei einer sehr renomierten Körperpsychotherapeutin ab. Seit ich die körperorientierten Methoden in meine Coachings und Trainings integriere, erlebe ich einen viel schnelleren Zugang aller Beteiligten zu ihren Themen.

Genauso wirkungsvoll war die Vertiefung der sogenannten Logosynthese, eine Methode zur Auflösung emotionaler Blockaden durch Worte. Sie half mir selbst und auch wo ich es als angemessen erachtete und die Bereitschaft da war bei einigen Kund:innen.

Ich führte zertifizierte Existenzgründungscoachings durch. Auch hier zeigte sich, dass meine authentische Art wie ich die Coachings durchführe, die Kundinnen begeisterten. Sie schätzten, dass ich von eigenen Beispielen und Erfahrungen berichtete, sodass sie sich fühlten, als würden sie einen Weg einschlagen, bei dem sie mich noch in Sichtweite haben (Zitat einer Kundin).

Geschenke dankbarer Kundinnen nach Gründungs-Coachings

Ich begleite eine Studien-Absolventin im Rahmen des Mentorenprogramms zum Berufseinstieg der gemeinnützigen Organisation Arbeiterkind.de durch ihre Bewerbungsphase. Eine Herzensmission, denn ich bin selbst die Erste, die in meiner Familie studierte.

Ich durfte mich zweier Wellness-Kurzurlaube erfreuen, einen mit meiner Mutter und Schwester (Löffel-Liste Check 😉 ✔️) und einen mit einer lieben Freundin. Dort sehe zum ersten Mal das neue Meditation House live.

Im Mai fliegen wir zum ersten Mal mit beiden Kindern in Urlaub (Löffel-Liste Check ✔️). Andalusien, tolle Strände und malerische Dörfer.

Ich stehe zum ersten Mal auf einem SUP Board und es klappt auf Anhieb. Wieso habe ich mir das nicht gleich zugetraut sondern eingebildet, ich bräuchte dafür einen Kurs… (Bye the way: Löffel-Liste Check ✔️)

Ich setze endlich einen Newsletter auf und veröffentliche ihn 10 Mal in 2023. Und noch viel besser: meine Inspiration dazu hole ich mir mit Notizbuch in der Natur.

Mein Mann und ich nehmen beim Wander-Halbmarathon in unserem Heimatwald in Wachenheim und Umgebung teil (neu auf der Löffel-Liste seitdem: Halbmarathon im Wald Joggen statt Wandern)

Auf Empfehlung einer abenteuerlustigen, naturverbundenen Kundin werde ich auf die Barfußschuhe von Leguano aufmerksam und ich liebe sie. Ich trage sie sogar bei allen Bergwanderungen in Südtirol.

Wir unternehmen die erste Städtereise mit den Kindern und es klappt ganz wunderbar. Hamburg, wir werden wieder kommen. Und dann mit Musicalbesuch bei Eiskönigin oder König der Löwen.

Ich entdecke die Kraft der Meditation nochmal ganz neu für mich. Einem Impuls folgend melde ich mich mit Nina – die Hypnobirthing Kursleiterin der ersten Stunde Deutschlands und Hypno-Doula Ausbilderin (Zentrum sanfte Geburt) – am Progressive Retreat von Dr. Joe Dispenza in Basel an. Einige seiner angeleiteten Meditationen begleiten mich seither regelmäßig auch zu Hause.

beim Progressive Retreat von Dr. Joe Dispenza in Basel

Im Dezember starte ich spontan einem Aushang im Schwimmbad folgend mit einem Gitarren Crashkurs vor Weihnachten und bei der motivierenden Lehrerin macht es so viel Spaß, dass ich gerade dafür sorgte, dass wir im neuen Jahr mit neuer Gruppe weitermachen können. (ganz nebenbei: Löffel-Liste Check✔️)

Zurück im Heimathafen

Die Früchte des neuen Webauftritts durfte ich nun im letzten Quartal ernten. Ich verkaufte zwei Coaching-Pakete ganz ohne Netzwerk oder Empfehlungen sondern rein aufgrund Google-Suchen. Beide Kundinnen hatten bereits durch das Lesen meiner Beschreibungen auf der Website und meiner Über-Mich Seite eine Kaufabsicht, die sich im persönlichen Gespräch bestätigte.

Ich fühle die Rückkehr zu mir nicht nur im übertragenen Sinne. Auch im wörtlichen Sinne erfolgte im Herbst diesen Jahres die Rückkehr nach Hause. Mein Mann und ich fanden durch Umzug verschiedener Räume die Möglichkeit einen Coachingraum in unserem Haus einzurichten. Das nimmt mir finanziellen Druck durch Wegfall der Büromiete in Neustadt.

Die letzten Wochen des Jahres und die ersten Tage des neuen Jahres nutze ich zur Einkehr. Ich lasse mir Zeit mit Plänen und Zielen für 2024. Einige Themen sind gesetzt, andere dürfen sich zeigen. Ich bin zuversichtlich, dass mich meine Intuition weiter leiten wird und vertraue auf das was vorhanden ist.

Manchmal muss man wegfahren, um wieder neu anzukommen und das eigene Land mit neuem Blick wahrzunehmen.

5 Kommentare zu „Jahresrückblick 2023: Mit dem inneren Kompass Richtung Heimathafen“

  1. Liebe Bianca, das war ja mal ein ereignisreiches Jahr für dich bzw. euch. Und den Hafen gab es in Hamburg dann auch physisch als Draufgabe. Deine Bilder von Wald, Bänken, Bäumen strahlen so viel Ruhe und Besinnen aus, so dann man deinen Artikel ganz leicht und beschwingt lesen kann. Gut, dass mit deiner Tochter alles gutgegangen ist, Zähne sind immer heikel …
    Danke dir für deine Führung durch dein Jahr!
    Liebe Grüße Ulrike

  2. Liebe Bianca, ein wirklich toller Beitrag!

    Mit gefällt deine Seite wirklich gut und bei den Themen sehe ich viele Gemeinsamkeiten. Ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, einfach wunderbar geschrieben!

    Dr. Joe Dispenza hat mich während meiner Ausbildung zur Psychologischen Vegan Mentorin immer wieder begleitet, meine Mentorin ist ein absoluter Fan.

    Ich vertraue auch darauf, alles zeigt sich, wenn es soweit ist. Wenn uns etwas triggert oder belastet, will es jetzt geheilt werden.

    Ich freue mich mehr von dir zu hören 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

  3. Hallo Bianca,
    dein erstes Bild, der Pfälzerwald im Nebel, hat mich sofort angesprochen und Sehnsüchte geweckt… Ich liebe es auch, draußen zu sein und mit dem Region Pfälzerwald verbinde ich eine tolle Zeit! Auch die Umbenennung deiner Seite ergibt für mich total Sinn, da es mir ähnlich ging und ich auch im letzten Jahr alles umgezogen habe. Deine Seiten finde ich sehr ansprechend und deine Art zu Schreiben hat mich in den Bann gezogen. Dabei habe ich eine Reihe kleiner Impulse mitgenommen 😉 Vielen Dank dafür!

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Über mich

Hallo, ich bin Bianca

Ganzheitliche Karriere- und Resilienz-Coach, Schatzgräberin im inneren Reich der Potenziale und Mutmacherin in der Veränderung.
Die Natur ist meine Inspirationsquelle.

Lust auf SINN-Blitze? Meine Gedanken und Impulse für dich aufgeschrieben.

Zur Schärfung der Sinne und für einen klareren Blick dafür, was dich ausmacht und wofür du wirken willst. 

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